Luv'n Crime

das Krimimusik Programm von Boogaloo.

Eine Frau, ein Saxophon und eine Stimme auf Streifzug durch die Welt der Krimis und deren Titelmelodien: "LUV'N CRIME", das aktuelle Programm von Ruth Sabadino und ihrer Band Boogaloo, der kriminellsten Jazzband Süddeutschlands. Denn was wäre schließlich der spannendste Krimi ohne Musik?

Nach Tourneen mit Rockdoktor Georg Ringsgwandl und Engagements bei der RTL-Late Night Show, erfüllt sich die singende Saxophonlady mit dem Faible für Old School Kriminalfilme den lang gehegten Traum, die unvergessenen Filmmusiken der 60er und 70er live auf die Bühne zu bringen. Eine liebevolle Verneigung vor den unverwechselbaren Kompositionen eines Peter Thomas oder Martin Boettchers, die Klassikern wie Edgar Wallace und Jerry Cotton erst den richtigen Thrill gaben. Ohne Geigen und großes Orchester kreieren die Boogaloos einen Stil, den fachkundige Kritiker als "cheap detective music" (kleine Besetzung – großer Sound!) entlarven. Das riecht nach Spannung!
Die Band: vier stadtbekannte Profis, die Ruth beim Jammen in den übelsten Spelunken aufgegabelt hat und die u.a. bei Freundeskreis, Badesalz und diversen Jazz Größen auf der Gehaltsliste standen.

Im Handumdrehen verwandeln Boogaloo jeden Club und Konzertsaal in eine Räuberhöhle. Kein Ohr kann sich da dem Charme der schrullig kultigen Krimimelodien und ihrer tot geglaubten Helden wie Miss Marple oder James Bond entziehen. Atemberaubend liefern sich Saxophon, Stimme, Hammond Orgel und Revolver Gitarre wilde Verfolgungsjagden. Angetrieben vom pulsierenden Kontrabass und den federnden Beats des Schlagzeugers werden Instrumente mit Leib und Seele gespielt und mit Händen und Füßen bearbeitet. Da kann ein Solo schon mal mit einem Schusswechsel enden!

Ja, die Boogaloos starten das Kino im Kopf, stellen Nackenhaare auf und jagen kalte Schauer den Rücken hinunter. Ein perfekter Soundtrack, der bisweilen mächtig in die Beine geht, aber auch mit zarten, einfühlsamen Tönen Mut zur Lücke (Suspense!) beweist. Etwa wenn Ruth mit Schmelzeis-Stimme unter die Haut kriecht und von mysteriösen Gestalten oder tragischen Liebesgeschichten singt. Im nächsten Moment greift sie zum Saxophon und schon wendet sich das Blatt, denn was die charmante Frontfrau mit dem erdigen Ton ihrem Instrument einflößt, hat viel Soul und wirkt gefährlich ansteckend. Zwischen den Songs hat sie einiges zu erzählen, gewährt Einblicke in Abgründiges und bezieht ihr Publikum spielerisch mit ein.

Augen zu - Ton ab ??? Wäre da nicht das Ganoven Outfit der Jungs, der obligatorische Orgel Flokati, allerlei kuriose Accessoires und Ruth im glitzernden Catsuit, könnten wir getrost die Augen schließen, doch wer will sich das entgehen lassen? Also: Augen auf – Spot an – Ton ab! Boogaloo, die kriminellste Jazzband seit es Banküberfälle gibt, lässt bitten.